Am 24. September sind vier Jahre um und die Bundestagswahl steht wieder an. Der Ausgang ist noch keineswegs gewiss, denn vergangene Wahlen haben uns gezeigt, dass die Stimmung der Wähler wechselhaft ist und Prognosen gern mal daneben liegen. Welche Rolle spielen Wahlplakate bei der Beeinflussung der Wahlentscheidung? Schaffen sie es, die Wähler zu erreichen und zu überzeugen? Wie kann man letztlich die Effektivität von Wahlplakaten erfassen?
Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen emolyzr aus Berlin analysieren wir die Wahlplakate bezogen auf ihre emotionale Wirksamkeit. Denn spätestens seit der Wahl von Trump zum US-Präsidenten weiß nun jeder: Emotionen und nicht Fakten bestimmen maßgeblich nicht nur unsere Meinung und die alltäglichen Entscheidungen, sondern können im Wahlkampf entscheidend sein und damit weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.
Nicht immer sind wir uns unseren tatsächlichen Gefühlen bewusst, dennoch beeinflussen sie unser Handeln – bei Anschaffungen, beim Abschluss eines Kredits oder einer Versicherung, oder aber bei der Wahl der nächsten Bundesregierung.
Die Analyse
In der Studie anlässlich des deutschen Wahlkampfs sieht sich eine Versuchsgruppe unentschlossener Wechselwähler die gerade erst erschienen Wahlplakate zur Bundestagswahl an, während ihre spontanen, emotionalen Regungen millisekundengenau erfasst werden. Im Alltag beachtet man Wahlplakate meist nur für wenige Sekunden – häufig im Vorbeifahren. EmoMaps visualisieren auf intuitive Weise, welche Informationen während dieser kurzen Zeit wahrgenommen werden, wie sie unbewusst bewertet werden und ob sie im Gedächtnis Spuren hinterlassen.
Doch wodurch entsteht Authentizität? Passt Humor zu jeder Partei? In ihren Wahlprogrammen und ihrer Satzung haben die Parteien formuliert, wofür sie stehen wollen und welche Werte sie vertreten. Auf dieser Basis dechiffriert der Expertenstab von red pepper die impliziten Codes wie Gestaltung, Bilder und auch Botschaften der Wahlplakate und überprüft, ob die Parteien ihre Werte auch durch ihr Branding und ihre Kommunikation nach Außen vermitteln können. Je konsistenter die Kommunikation zur Partei passt, desto leichter fällt dem Wähler die Wiedererkennung und die Entscheidung.
Erfolgreiche Wahlkommunikation lebt also von zwei Faktoren: Zuerst muss sie bei den Wählern „landen“, das heißt unmittelbar Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ein positives Gefühl erzeugen und sich einprägen. Aber sie muss auch langfristig zu einem kohärenten Markenimage beitragen, um die Wähler erfolgreich an eine Partei zu binden. Welche Wahlplakate von welchen Parteien das in diesem Jahr schaffen werden, werden die Ergebnisse dieser Studie offenbaren.
Folgt uns in den kommenden Wochen hier in unserem Blog und erfahrt mehr über die Analyse, die Ergebnisse unserer Untersuchung und seid gespannt, wer den ersten Platz in unserem Emotion-Ranking machen wird.
Unter #wahlwerbeanalyse halten wir Euch auf dem Laufenden über neue Blogartikel. Zweiter Weg ist unser Email-Newsletter, über den wir Euch über neue Blogartikel informieren.